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Berichterstattung aus dem nahen Osten

Fri, 01/02/2009 - 13:06
Im Gegensatz zur Schweiz bezahlt man in Polen fuer die unterschiedlichen Zuege unterschiedliche Preise fuer dieselbe Strecke. Wroclaw-Poznan zum Beispiel sind 165km und kosten mit dem Intercity (Dauer:2h20min) ungefahr 30 Franken. Dieselbe Strecke mit dem Regionalzug (Dauer: 3h plus diverse Verspaetungen) kostet nur etwa 8 Franken, dafuer sitzt man entweder auf einem Sitz, der direkt ueber der Heizung ist und beinahe glueht, oder man friert, ausserdem ist es laut und voll. Wir sind mit dem Regiozug hin, zurueck waere aber der letzte schon um 17 Uhr gefahren, so blieb uns nur der IC. Wir kauften eine halbe Stunde vor Abfahrt die Last Minute Tickets fuer 18.- und genossen eine ruhige, wunderbar klimatisierte und bequeme Fahrt.

Zuhause in Wroclaw funktioniert die Heizung schon seit Tagen nur sporadisch: Alle 2 Tage waehrend 5 Stunden oder so. Es ist also zT. nur knapp ueber 10 Grad in der Wohnung... ohne Warmwasser, versteht sich. Heute Morgen funktionierte sie GottseiDank und es ist wieder 18 Grad...

Meine Darstellungen sollen aber nicht den Eindruck erwecken, ich lebe hier in einem 2.Weltland. Auch hier haelt die Globalisierung Einzug. Wenn ich mir typisch polnische Randensuppe kaufen will, so ist sie garantiert von Nestle, und das polnische Bier gehoert auch schon lange Carlsberg, das Wasser CocaCola und sogar die Haelfte der Brote im Laden um die Ecke sind aus Deutschland importiert. Ich importiere saemtliche Ovo-Produkte sowie Bill Johnson-Buecher und Redding-CD's.
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Ferien, finally!!

Wed, 12/31/2008 - 17:41
Es war ein schoener sonniger Tag, also beschlossen wir, raus zu gehen. Sylwia fuehrte mich in eine Gegend, in die wohl kein Tourist geht. Die Gegend wird von den Leuten hier "Triangle" genannt, nach dem Bermuda-Dreieck. Die Haeuser dort sind teilweise so alt, dass sie einsturzgefaehrdet sind und deswegen alle Eingaenge und Fenster im Parterre zugemauert. Aber auch in Hausern mit kaputten Fensterscheiben, die notduerftig mit Karton oder Plastiksaecken geflickt sind, wohnen Familien oder alte Leute. Ab und zu steht ein neueres Haus da, das ist dann wohl eine Stelle wo vor 63 Jahren eine Bombe eingeschlagen hat... Aber wunderschoen, mit vielen Details, Verzierungen, Verschnoerkelungen, kleinen Erkern. Nur wurde dort jahrzehntelang nichts mehr daran gemacht, so ist es jetzt die aermste Gegend der Stadt.

Der absolute Tageshoehepunkt war aber ein kleiner zugefrorener See. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zum letzten Mal auf einem zugefrorenen See gewesen bin. Das hier war eher ein grosser Weiher als ein See, mitten in der Stadt, in einem grossen Park. Kinder spielten darauf, schlitterten zur Insel rueber oder darum herum. Ich schloss mich ihnen an, obwohl die Kommunikation schwierig war. Fotos folgen...

Gestern waren wir auswaerts essen. Sylwia schlug Salat vor, ich war natuerlich dagegen, Salat ist ja kein Essen.. Aber dann bestellte ich Kartoffel-Apfel-Salat, sie Wildreis-Ananas-Salat, pro Person kostete das ca. 4 Franken / knapp 3 Euro. Was wir bekamen waren keine Teller, sondern Schuesseln, und zwar richtig grosse! Wer mich kennt weiss, dass ich VIEL essen kann. Manche Leute machen sich schon darueber lustig. Aber gestern war es wirklich viel.....

So gingen wir anschliessend ins Kino. Wer Lust hat auf den kitschigsten Kitsch, dem oder der empfehle ich waermstens "Australia"!! Zeitenweise musste ich meine Augen schliessen, weil es too much war, zu kitschig. Aber schoen, doch, wuerde ich eventuell wieder schauen gehen.

Morgen gehts fuer einen Tag nach Poznan, uebermorgen dann fuer ein bis zwei Tage nach Gliwice.
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Langer Bericht einer mittellangen Reise

Wed, 12/31/2008 - 11:35
Biel/Bienne-Stuttgart
Letzten Samstag wollte ich um 10 an der Strasse stehen um nach Stuttgart zu trampen. Es wurde 11, es wurde 12, und um 12 Uhr 30 stand ich dann endlich an der Hauptstrasse in Biel, die zur Autobahnauffahrt fuehrt. Eine halbe Minute spaeter sass ich bereits in einem ausgebauten VW Bus und wurde direkt an der Auffahrt ausgeladen. Ich stellte mich hin, Daumen raus, und das zweite Auto - mit Thurgauer Nummernschild - hielt an! Er, ein Fischer vom Bodensee, fuhr nach Schaffhausen und ich ging das Risiko ein, in Schaffhausen selbst auszusteigen statt an einer Tankstelle auf der Autobahn. Der Platz erwies sich als Reinfall am Rheinfall... alle Autos mit Schaffhauser Nummernschild, nur selten fuhr eines auf die Autobahn. Ich nutzte die Pause um etwas zu essen und probierte es 5 Minuten spaeter nochmal. Da hielt ein Auto mit Luzerner Kennzeichen an. Ein junger netter Maurer, und er besucht seine Freunde in Stuttgart! Biel-Stuttgart: 10 Minuten Wartezeit insgesamt!

Stuttgart-Wroclaw PL
Am Montagmorgen stand ich um 6 Uhr frueh auf und war eine knappe Stunde spaeter am Stadtrand von Stuttgart an einer Tankstelle kurz vor der Autobahnauffahrt. Es war dunkel, eiskalt und nichts los an der Tankstelle. Ich stand mit Schild an der zweispurigen Strasse und liess die Autos an mir vorbeirasen. Wenn eines zur Tankstelle rausfuhr, sprach ich die Fahrer an. Aber alle fuhren nur in die naechste Ortschaft. Endlich, nach etwa 20 Minuten, hielt Salvadore aus Italien an um sich einen Kaffee zu kaufen. Er arbeitet als selbstaendiger Isolationsirgendwas um Geld zu verdienen, weil er nebenbei noch die Ausbildung zum Floristen macht!! Er liess mich an der Raststaette Wunnenstein raus, noch bevor die Sonne aufgegangen war.

Da auf dem Parkplatz nur zwei Reisecars standen und ihr Inhalt den Rastplatz bevoelkerte, stellte ich mich an der Auffahrt zur Autobahn hin, mit Schild. Alle 10 Minuten fuhr ein Auto vorbei. Ich war froh um meinen mp3-Player und joggte die naechste Stunde an der Stelle, um nicht einzufrieren. Die Sonne ging auf und stieg hoeher und hoeher, die Polizei kurvte herum und beaeugte mich, einige Schweizer Autos fuhren vorbei und in die falsche Richtung... bis ploetzlich ein Wohnmobil mit Schaffhauser Kennzeichen dastand!

Der Fahrer, ein Rentner aus der Schweiz, fuhr nach Berlin, hatte aber keine Ahnung ueber welche Autobahnen, da er dem GPS das Denken ueberlassen hatte. Ich stieg ein in der Gewissheit, dass das GPS ihn eigentlich genau ueber meine Strecke fahren lassen MUSS, sofern es ueber einen gesunden Menschenverstand verfuegt. Tatsaechlich konnte ich auch lange sitzen bleiben und seinen Geschichten von den zahlreichen Europareisen lauschen. Wir fuhren an allen Raststaetten vorbei, auf denen ich schon mehrmals gestanden bin, an Nuernberg vorbei und ein gutes Stueck die A9 hoch, wo ich dann bei der Raststaette Fraenkische Schweiz ausstieg und wir uns gutes Reisen wuenschten.

Der Parkplatz war voll voll voll, die meisten Autos ebenso. Ich entdeckte eines mit Wroclaw-Schild und trieb mich dort eine Viertelstunde herum in der Hoffnung, dass ein einsamer Fahrer mich bis zum Ziel mitnehmen wuerde. Doch es kamen 3 Leute dahergelaufen und quetschten sich so umstaendlich ins Auto, dass ich mich gar nicht mehr traute zu fragen... So begab ich mich zur Tankstelle hinueber und sprach alle an, die dastanden. Bereits der dritte fuhr ueber die A72 auf die A4, bis Chemnitz. Wieder ein Maurer, nicht sehr gespraechig aber sehr sehr nett.

Kurz vor Chemnitz stand ich wieder etwa eine halbe Stunde oder laenger. Ansprechen war muehsam, so wartete ich wieder an der Auffahrt auf Autos, die aber nur vereinzelt vorbeifuhren. Endlich nahm mich einer mit bis zur naechsten Raststaette, bis zu Dresdner Tor. Die Sonne war bereits am untergehen (vor 16 Uhr), ich war muede und mir war kalt.

An der Tankstelle von Dresdner Tor stieg ich aus, schulterte meinen Rucksack, sprach einen Fahrer an, einen zweiten, und hatte auch schon mein Auto nach Wroclaw! Zwei Nuernberger Landwirte, aber so richtig im dicken Mercedes und in Sklavenhaltermentalitaet: 'Wir stellen nur polnische Arbeitskraefte ein... fuer 6 Euro die Stunde'... naja.. ich wusste die ganze Fahrt nicht was ich von ihnen halten sollte.. Die Fahrt ueber die Grenze und vor allem nach der Grenze dauerte eeeewig und wollte nicht enden. Aber ich sass hinten, hatte meine Ruhe, konnte ab und zu etwas ueber die Schweizer Wirtschaft ("Wieviel verdient denn ein Schweizer Handwerker durchschnittlich? Netto??" "Wie hoch ist eure Mehrwertsteuer?") oder ueber die Schweizer Politik ("Welche Parteien sind bei euch links, welche rechts?") erzaehlen und wurde dann auch netterweise bis halb in die Stadt reingefahren, an eine Tramhaltestelle.

Ich war ganz stolz dass ich alleine ein Tramticket kaufen konnte und den Weg zu Sylwia fand. Dort wurden supertolle Pierogi fuer mich gekocht und alles, alles war gut.
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Erkenntnisse für die Schweizer

Sun, 12/28/2008 - 16:25
weil in Deutschland das Rauchverbot bereits in Kraft gesetzt wurde
- Im Club riecht es am Anfang nach Parfum, später nach Schweiss- Nach einer Nacht im Club stinkt man nicht nach Rauch- Man riecht im Club, wenn jemand Gase aus dem Darm entlässt
Ansonsten geniesse ich Gastfreundschaft erster Klasse bei den Günthers und hab auch schon das schönste Haus von ganz Stuttgart gesehen (welches leer zu stehen scheint)

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Ade, ade!

Sat, 12/27/2008 - 10:57

Ade, ade, du alte Welt,
ich hab dir vieles unterstellt,
und vieles ist, ich habs geahnt,
auch wahr, so hat sich's angebahnt:
Ich muss jetzt gehn, und komm zurück,
auf meiner Such' nach Lieb' und Glück.


Kleines Quiz für meine Mutter: Wann und wo hab ich zum letzten Mal "Ade, ade (du altes Haus)" gesungen?
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Weihnachten, Musik und Himmel

Fri, 12/26/2008 - 09:35
Der Weg in die hügelige Heimat war lang und beschwerlich. Kein Wunder, wenn man den Zug als Transportmittel wählt. Dafür wars dann umso schöner.
Mein kleiner Bruder.

Zurück in Biel stellte ich fest, dass all meine Bieler Freunde noch an eine Party gingen. Ich war zu müde, und dies brachte mich zum nachdenken. Als ich noch jung und buschper gewesen war, tanzte, feierte und trank ich lange und gern. Heute (=die letzten 2, 3 Jahre) kommt solches nur noch selten vor. Aber jünger werde ich nicht mehr! Egal, denn: Wie kann ich schreiben wenn ich nicht mal Zeit habe um in aller Ruhe nachzudenken.

Ausserdem hatte ich die letzten Tage besseres zu tun. Ich verbrachte meine Zeit auf der Homepage von Jesus Culture, das ist ein Zweig der Bethel Church in Redding, CA, der die jungen Worship-Bands beheimatet. Dort kann man, wenn man auf "media player" klickt, Infusionen bekommen oder Musik hören. Halt so Sachen, die man tut, wenn man zu alt für Party und zu jung zum Sterben ist.
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umtopfen

Mon, 12/22/2008 - 18:58
Sich umtopfen wenn Wurzeln weh tun, sich düngen lassen wenn die Erde ausgespült ist vom Regen oder sonnenvertrocknet, Augen auftun wenn die Sonne scheint und sich zu ihr umdrehen, Unkraut abschneiden und selber blühen.
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umtopfen

Mon, 12/22/2008 - 17:58
Sich umtopfen wenn Wurzeln weh tun, sich düngen lassen wenn die Erde ausgespült ist vom Regen oder sonnenvertrocknet, Augen auftun wenn die Sonne scheint und sich zu ihr umdrehen, Unkraut abschneiden und selber blühen.
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Germany in da house!

Mon, 12/22/2008 - 14:08
Netter Besuch aus Stuttgart; am Samstag wird dasselbe verkehrtherum sein. Nur ohne See dafür mit Stadt.


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Germany in da house!

Mon, 12/22/2008 - 13:08
Netter Besuch aus Stuttgart; am Samstag wird dasselbe verkehrtherum sein. Nur ohne See dafür mit Stadt.


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Viel Zeit

Sat, 12/20/2008 - 16:15

Heute habe ich meine Thermo-Unterwäsche ausprobiert. Ich muss ja wissen, wie warm mir ist, wenn ich lange am Strassenrand stehe. Das Experiment ist bestens geglückt.

Man hat ja sonst nichts zu tun...
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Viel Zeit

Sat, 12/20/2008 - 15:15

Heute habe ich meine Thermo-Unterwäsche ausprobiert. Ich muss ja wissen, wie warm mir ist, wenn ich lange am Strassenrand stehe. Das Experiment ist bestens geglückt.

Man hat ja sonst nichts zu tun...
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In drei Wochen einen Brei kochen

Thu, 12/18/2008 - 15:15
Heute in einer Woche ist Weihnachten schon fast vorüber und jetzt sind auch meine nächsten drei Wochen komplett verplant. Dieses Wochenende arbeite ich, dann kommen diverse Gäste aus 5 Ländern - von Polen über Ibiza und Brasilien bis zu Deutschland und Frankreich - zu Besuch. Anschliessend folgt im Spätprogramm Weihnachten, wieder Arbeit, Geburtstag feiern (nicht meiner), worauf ich am 27. nach Stuttgart trampen werde, quasi als Aufwärmtraining oder Lockerungsübung. Den Sonntag 28. verbring ich dann dort, wo sich wie jedes Jahr um die Zeit diverse Freaks-Freunde aus halb Deutschland versammeln. Frühmorgens am 29. gehts wieder an die Autobahnauffahrt und Daumen raus, und hoffentlich zügig und angenehm nach Polen. In Polen werde ich eine knappe Woche bleiben und möchte 3 Freundinnen in 3 Städten besuchen. Es folgt als Abschluss das zurück-in-die-Schweiz-Trampen, wo auch schon tausend CD's auf mich warten werden...
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In drei Wochen einen Brei kochen

Thu, 12/18/2008 - 14:15
Heute in einer Woche ist Weihnachten schon fast vorüber und jetzt sind auch meine nächsten drei Wochen komplett verplant. Dieses Wochenende arbeite ich, dann kommen diverse Gäste aus 5 Ländern - von Polen über Ibiza und Brasilien bis zu Deutschland und Frankreich - zu Besuch. Anschliessend folgt im Spätprogramm Weihnachten, wieder Arbeit, Geburtstag feiern (nicht meiner), worauf ich am 27. nach Stuttgart trampen werde, quasi als Aufwärmtraining oder Lockerungsübung. Den Sonntag 28. verbring ich dann dort, wo sich wie jedes Jahr um die Zeit diverse Freaks-Freunde aus halb Deutschland versammeln. Frühmorgens am 29. gehts wieder an die Autobahnauffahrt und Daumen raus, und hoffentlich zügig und angenehm nach Polen. In Polen werde ich eine knappe Woche bleiben und möchte 3 Freundinnen in 3 Städten besuchen. Es folgt als Abschluss das zurück-in-die-Schweiz-Trampen, wo auch schon tausend CD's auf mich warten werden...
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In Streifzügen Züge streifen

Tue, 12/16/2008 - 00:32
Ich liebe die Nacht. Sie hat etwas Unheimliches an sich, denn sie verbirgt viel, was man tagsüber sieht, und zeigt dafür anderes, zeigt Unbekanntes, oder besser gesagt, sie zeigt Bekanntes in anderem Licht, im Licht der Nacht, welches in der Stadt zum grössten Teil unnatürlich ist und demnach Dinge unwirklich erscheinen lässt. Was nicht von sich aus sein kann, kann zeigen, was sein kann.

Ich laufe eine Dreiviertelstunde lang durch mein Quartier welches nicht mein Revier ist. Ich laufe durch mir unbekannte Strässchen und entdecke neue Bäume. Den Mehrhändigen Fingerbaum kenne ich bereits, neu ist zum Beispiel der Bohnenbaum. Wenn ich nicht innerhalb von Sekunden einen Namen für einen Baum habe, ist er uninteressant.

Ich laufe eine Dreiviertelstunde durch ein Quartier, an einem Montagabend um elf Uhr, und begegne einem einzigen Menschen. Entdecke, dass auch hier in der Stadt der Fenster-Adventskalender durchgeführt wird, dass an verschiedenen Fenstern verschiedene Nummern hängen und ich, wäre ich einige Stunden früher vorbeigelaufen, beim Haus mit der Nummer 15 zu Tee und einer Geschichte eingeladen gewesen wäre. Frage mich, wer hier solche Sachen organisiert. In einem Dorf kennt man sich, aber wie lernt man sich in seinem Quartier kennen, wenn die Quartierläden weg sind und nur die wenigsten in die Kirche gehen?

Bevor ich mich verirre höre ich die Geräusche von Güterzügen, die rangiert werden. Am Quietschen und Knattern orientiere ich mich und laufe darauf zu, bis der Blick frei ist auf Geleise und endlos scheinende Reihen von Güterzügen.

Lustige Häuser hier. Wie Chalets sehen sie aus und schwungvoll eingraviert das Wort "Jurablick". Stimmt, würde ich nicht die Gleise und Züge anschauen (oder Bäume) würde ich den Jura sehen, beziehungsweise die Lichter von den Häusern da oben.

Ein Bodenbelagsgeschäft. Im Schaufenster prangt der Schriftzug "Ein Boden wie ein Baum". Bis zuhause kann ich mir darunter nichts vorstellen, zuhause auch nicht.

Ich liebe es, durch Häuserreihen zu laufen wenn alle schlafen, wenn alles ruhig und still ist und nichts stört oder unterbricht. Irgendwann komme ich zum Waldrand und kehre um, laufe Baum für Baum zurück bis ich beim schönsten Haus angelangt bin.
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In Streifzügen Züge streifen

Mon, 12/15/2008 - 23:32
Ich liebe die Nacht. Sie hat etwas Unheimliches an sich, denn sie verbirgt viel, was man tagsüber sieht, und zeigt dafür anderes, zeigt Unbekanntes, oder besser gesagt, sie zeigt Bekanntes in anderem Licht, im Licht der Nacht, welches in der Stadt zum grössten Teil unnatürlich ist und demnach Dinge unwirklich erscheinen lässt. Was nicht von sich aus sein kann, kann zeigen, was sein kann.

Ich laufe eine Dreiviertelstunde lang durch mein Quartier welches nicht mein Revier ist. Ich laufe durch mir unbekannte Strässchen und entdecke neue Bäume. Den Mehrhändigen Fingerbaum kenne ich bereits, neu ist zum Beispiel der Bohnenbaum. Wenn ich nicht innerhalb von Sekunden einen Namen für einen Baum habe, ist er uninteressant.

Ich laufe eine Dreiviertelstunde durch ein Quartier, an einem Montagabend um elf Uhr, und begegne einem einzigen Menschen. Entdecke, dass auch hier in der Stadt der Fenster-Adventskalender durchgeführt wird, dass an verschiedenen Fenstern verschiedene Nummern hängen und ich, wäre ich einige Stunden früher vorbeigelaufen, beim Haus mit der Nummer 15 zu Tee und einer Geschichte eingeladen gewesen wäre. Frage mich, wer hier solche Sachen organisiert. In einem Dorf kennt man sich, aber wie lernt man sich in seinem Quartier kennen, wenn die Quartierläden weg sind und nur die wenigsten in die Kirche gehen?

Bevor ich mich verirre höre ich die Geräusche von Güterzügen, die rangiert werden. Am Quietschen und Knattern orientiere ich mich und laufe darauf zu, bis der Blick frei ist auf Geleise und endlos scheinende Reihen von Güterzügen.

Lustige Häuser hier. Wie Chalets sehen sie aus und schwungvoll eingraviert das Wort "Jurablick". Stimmt, würde ich nicht die Gleise und Züge anschauen (oder Bäume) würde ich den Jura sehen, beziehungsweise die Lichter von den Häusern da oben.

Ein Bodenbelagsgeschäft. Im Schaufenster prangt der Schriftzug "Ein Boden wie ein Baum". Bis zuhause kann ich mir darunter nichts vorstellen, zuhause auch nicht.

Ich liebe es, durch Häuserreihen zu laufen wenn alle schlafen, wenn alles ruhig und still ist und nichts stört oder unterbricht. Irgendwann komme ich zum Waldrand und kehre um, laufe Baum für Baum zurück bis ich beim schönsten Haus angelangt bin.
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Vom Wein zum Glück

Wed, 12/10/2008 - 19:16
Ich frage mich: Gibt es ein ideales Leben? Wie würde das aussehen? Sollte man so eines anstreben? Daraufhin planen, darauf zugehen? Kann ich wissen, wie das ideale Leben aussehen sollte, bevor ich es lebe? Ist das Leben ideal, wenn es objektiv gesehen ideal fürs Leben ist, also gesund, lebenserhaltend, gegebenenfalls lebensverlängernd? Oder ist ein Leben ideal, wenn es besonders glücklich macht, also wenn man auch ungesund und damit lebensverkürzend leben würde, aber dafür glücklich wäre bei jeder Zigarette, als Beispiel? Kennst du Menschen, die ein von dir aus gesehen ideales Leben führen?

Vielleicht müsste ich auch die Fragestellung aufweichen: Was könnte alles in Richtung "Ideales Leben" hinführen? Was wächst alles am "Idealen Leben"-Baum?

Zeit, gutes Essen, gesundes Essen, Freundinnen und Freunde, Feuer machen, Brot backen, Musik machen, sich Gedanken machen, lieben, geliebt werden, beachtet werden, sich achten, viel schlafen, Filme schauen, bei einer Flasche Wein (oder zwei) diskutieren, sich sagen dass man sich gern hat, sich zum Lachen bringen,
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Vom Wein zum Glück

Wed, 12/10/2008 - 18:16
Ich frage mich: Gibt es ein ideales Leben? Wie würde das aussehen? Sollte man so eines anstreben? Daraufhin planen, darauf zugehen? Kann ich wissen, wie das ideale Leben aussehen sollte, bevor ich es lebe? Ist das Leben ideal, wenn es objektiv gesehen ideal fürs Leben ist, also gesund, lebenserhaltend, gegebenenfalls lebensverlängernd? Oder ist ein Leben ideal, wenn es besonders glücklich macht, also wenn man auch ungesund und damit lebensverkürzend leben würde, aber dafür glücklich wäre bei jeder Zigarette, als Beispiel? Kennst du Menschen, die ein von dir aus gesehen ideales Leben führen?

Vielleicht müsste ich auch die Fragestellung aufweichen: Was könnte alles in Richtung "Ideales Leben" hinführen? Was wächst alles am "Idealen Leben"-Baum?

Zeit, gutes Essen, gesundes Essen, Freundinnen und Freunde, Feuer machen, Brot backen, Musik machen, sich Gedanken machen, lieben, geliebt werden, beachtet werden, sich achten, viel schlafen, Filme schauen, bei einer Flasche Wein (oder zwei) diskutieren, sich sagen dass man sich gern hat, sich zum Lachen bringen,
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PFP (pirates for peace)

Sat, 12/06/2008 - 17:04
Das erste Mal diese Woche wieder ein- und durchgeschlafen, Zeller sei Dank. Siehe zu diesem Thema auch:

Nicht zu verachten auch mein neuster "Blockflöte füre Fride"- Bildschirmhintergrund. Bald auch als Button erhältlich und vielleicht sogar als T-Shirt:
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PFP (pirates for peace)

Sat, 12/06/2008 - 16:04
Das erste Mal diese Woche wieder ein- und durchgeschlafen, Zeller sei Dank. Siehe zu diesem Thema auch:

Nicht zu verachten auch mein neuster "Blockflöte füre Fride"- Bildschirmhintergrund. Bald auch als Button erhältlich und vielleicht sogar als T-Shirt:
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